Froschhäuser KinderprinzenpaarKevin I. und Lara I.
Froschhäuser Kinderprinzenpaar Kevin I. und Lara I. regieren die Frösche Froschhausen – Manche hatten es vermutet, aber für viele war dennoch die Überraschung groß, als die Fastnachtsverantwortliche des Gesangvereins Liederfreund 1858 Froschhausen, Mariette Köhler, am vergangenen Freitag zu Beginn der Närrischen Singstunde das Geheimnis um die kleinen Regenten in Froschhausen lüftete: „Stellt Euch vor, es ist uns gelunge, wir haben einen Prinz und eine Prinzessin gefunde“: Prinz Kevin I. (Gutmann) und Prinzessin Lara I. (Baacke) heißt das neue Froschhäuser Kinderprinzenpaar und sie werden begleitet vom Pagen Kira Baacke.
Kevin I. ist der Sohn von Andreas Gutmann und seiner Petra, trinkfester und standhafter Trommler bei der TuS, der Großvater des Prinzen, Edmund Gutmann, sang viele Jahr im Männerchor und war dort die Stütze des 2. Tenors. Der Prinz ist sportbegeistert, spielt Handball und läuft Ski.
Lara I. ist die Tochter von Steven und Michelle Baacke („Meine Eltern kennt ihr sicher auch, mein Papa ist der da hinten, mit dem dicken Bauch“). Die gesamte Familie mit Schwester Kira singen in den Chören des Liederfreund, wobei Steven Baacke auch noch im Männerballett tanzt und die Wagenbauergruppe des Vereins verstärkt. Die Hobbys der Prinzessin: Singen, Klavier, Tennis, Gardetanz beim Bruderverein, der Harmonie und – wie beim ihrem Prinzen auch - Siklaufen. Kein Wunder, dass der Orden des Kinderprinzenpaars einen skilaufenden Frosch zeigt.
Nach der Inthronisation des Prinzenpaares mit viel Helau war dann der Zeitpunkt für das Protokoll gekommen. In gewohnter Art und Weise und ausgestattet mit viel Wortwitz nahm sich Wolfgang Baacke, der Großvater der Prinzessin, das letztjährige Geschehen vor und schlug dabei den Bogen von der kommunalen bis hin zur Weltpolitik. Die „Tempo 30-Zone“ und die Möglichkeiten, dies auch durch Aufmalungen auf der Straße zu markieren („Der Amtsschimmel wiehert“) über die Winterreifenpflicht und die zwischenzeitlichen Lieferschwierigkeiten der Reifenindustrie der Deutschen Bahn bis hin zur Weltpolitik in Tunesien und Ägypten schlug er das Band des Protokolls. Der Orden des Prinzenpaares war dem Protokoller des Liederfreund, Wolfgang Baacke, für diesen Vortrag gewiss.
Der A-cappella-Chor, die gemischte Chorgruppierung des Liederfreund, zog sodann in den närrischen Saal ein. Mit dem „Zottelmarsch“, unverzichtbarer Titel im Rahmen der Närrischen Singstunde, wurde das Publikum in Stimmung gebracht, bevor der Chor unter der Leitung von Regina Wahl „Liederfreunde stehn zusamme“, ein Text zur Melodie des bekannten Fastnachtsschlagers der Höhner und „Helau, Helau, Helau“, ebenfalls eine auf die Fastnacht beim Liederfreund abgewandelte Textversion eines Schlagers die Besucher erfreute. Für die Textgestaltung zeigte sich Peter Rennert verantwortlich. Die Dirigentin des A-cappella-Chores, Regina Wahl, erhielt den Orden des Prinzenpaars, die Sängerinnen und Sänger den Hausorden.
Dann hieß es Bühne frei für jemanden, der in diesem Jahr von seiner ungeliebten neuen Funktion erzählte. Angekündigt von Mariette Köhler erschien der Page des Kinderprinzenpaares, Kira Baacke, auf der Bühne und klagte den Närrinnen und Narren sein Leid: „Ich muss ihn tragen, ich find das nicht gut, seht ihn Euch an, diesen „Scheiß-Pagen-Hut!“. Die kleine Schwester der Prinzessin erzählte dann aus ihrer Familie, insbesondere von den Fastnachtsvorbereitungen im Hause Baacke und hatte damit die Lacher auf ihrer Seite.
Der Kinderchor des Liederfreund erschien dann auf der Bühne – alle als Piraten, dem diesjährigen Motto der Kinderprinzenpaarbegleitungs-Fastnachtsgruppe verkleidet und brachten zwei Piratenlieder zu Gehör. Regina Wahl vertrat dabei die verhinderte Leiterin des Kinderchores, Christel Stolle.
Benedikt Münch als Lausbub war die nächste Nummer. In einem sehr unterhaltsamen Vortrag schilderte er seine Erlebnisse, wofür ihm der Orden des Prinzenpaares gewiss war.
Der Männerchor unter der Leitung von Regina Wahl brachte sodann den „Hoch- und Deutschmeister-Regimentsmarsch“ mit einem auf die Froschhäuser Fastnacht gemünzten Text „Heute sind wir närrisch gestimmt in diesem Bau und rufen mit euch vereint Helau“ sowie „Närrisches Weinparadies“ zu Gehör.
Franziska Schwarz und Annika Münch wussten als “gute Freundinnen“ zum Abschluss des ersten Teils allerlei Witziges zu erzählen – die Narrenschar im Sängerheim war begeistert.
Nach der Pause dann bereits einer der Höhepunkte – das Männerballett unter der Leitung von Jasmin Ott machte dem närrischen Publikum seine Aufwartung. Als Russen schwangen die Männer ihre Beine und wussten durch hervorragende Synchronisation und auch durch eine hervorragende „Präsentation der russischen Fahne im Stechschritt“ zu begeistern. Die Akteure, Peter Rennert, Stefan Fischer, Steven Baacke, Uwe Edler, Michael Schwarz, Volker Horn, Martin Schwarz, Daniel Krebs, Udo Scheich, Johannes Ditzinger und Berti Witter wurden nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen – und auch nicht ohne Küsschen und den Orden der Prinzessin.
Carmen-Eva Schwarz und Laura Scheich, zwei talentierte Ex-Kinderprinzessinnen traten dann vor die närrischen Besucher und brachten drei Lieder zu Gehör: „Hey, was geht ab, wir feiern die Fassenacht“, „Sweet Lara“ (auf die Kinderprinzessin gemünzte Version des Hits von Paul Anka, „Diana“) und „I got a feeling“. Das Sängerheim war begeistert.
Aus Österreich eingeflogen kam sodann die nächste Vortragende: Wencke Zellner, geborene Baacke, Tante der Prinzessin erzählte von dem Schicksal einer Frau, die den Kampf mit den Pfunden verliert. Nach jeder Episode stimmte das ganze Narrenhaus mit ein in den Refrain: „Ich hab mich tausendmal gewogen und ich war tausendmal entsetzt – die Pfunde kamen angeflogen und haben sich an mir festgesetzt.“ Ein Orden für Wencke Zellner und ein dreifaches Helau auf Froschhausen, den Liederfreund und Österreich (ein Novum in der Fastnacht!) waren der Lohn für diesen Vortrag.
Hiernach kamen drei Herren in langen Ledermänteln, die sodann - immer wieder schön anzuschauend – „Die Glocken von Rom“ intonierten – unter Zuhilfenahme von im Schritt angebrachten Bratpfannen und Kochlöffeln und verbunden mit den entsprechenden rhythmischen Bewegungen – die Narrenschar stand kopf. Walter Bodensohn, Klaus Winter (Großvater der Prinzessin) und Willi Picard, letzterer von der Sängervereinigung Hausen kommend, waren die athletischen Glockenspieler, die auch alle den Orden des Prinzenpaars bekamen.
Alwin Köhler als Babysitter betrat dann die Bütt um die Welt aus seiner Sicht zu beschreiben – da blieb kein Auge trocken im närrischen Bau.
Ein nicht mehr wegzudenkender Bestandtteil der Närrischen Singstunde des Liederfreund ist die TuS-Playback-Show, die auch in diesem Jahr wieder den Liederfreund-Narren die Aufwartung machte. Moderiert von Reiner Kemmerer traten auf: De Bläck Föss (Jockel Kadner) der in Memoriam für Kurt Kolb „Mer lasse de Dom n Kölle“ sang, De Höhner (Bernd Niedermeier) mit „Nur die Liebe zählt“, Colör (Jessica Scholze) mit Kölsche Mädche sind gefährlich, Klaus und Klaus (Reiner Lös und Jockel Kadner) mit „Krankenschwester“, wobei das „schneeweiße Luder“ (Kai Sannmann) seinen Auftritt hatte und Gottlieb Wendehals (Dali Bysek) mit „Polonaise Blankenese“. Mariette Köhler und das Prinzenpaar bedankten sich bei den Mitwirkenden der TuS-Playbackshow, die in jedem Jahr eine Bereicherung der Närrischen Singstunde sind.
Bevor sich alle Akteure noch einmal zum Finale auf der Bühne versammelten, überreichte das Prinzenpaar Orden noch an Mariette Köhler als Sitzungspräsidentin, Conny Blum als Mit-Prinzenpaarsucherin, Klaus Winter für die Musik, Michael Schwarz für die Technik, Tatjana Ditzinger und Ulrike Münch als Kostümverantwortliche der Kinderprinzenpaarbegleitungs-Fußgruppe, Anke Horn für die Deko der Närrischen Singstunde (unterstützt von Eva Rosenberger und Ingrid Salg) und sprach dem Wagenbauerteam des Motivwagens des Liederfreund mit einem Orden Dank aus: Udo Scheich, Steven Baacke, Daniel Krebs, Daniel Köhler, Michael Schwarz, Martin Schwarz, Berti Witter, Frank Köhler, Alwin Köhler, Marcel Köhler, Daniela Hufnagel, Katrin Bauer, Monika Scheich und Moritz Manger.
Mit dem gemeinsamen Lied „In Froschhause, da werd schee gefeiert“ endete dann die gut vierstündige Narrenschau des Liederfreund.
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